Hausratversicherung

Ein Wasserschaden kommt fast immer unverhofft. Auch Einbrecher kündigen ihren Besuch selten an. Schützen Sie sich vor großen unerwarteten Belastungen.

Die Hausratversicherung umfasst ihr gesamtes Eigentum, das sich in Ihren Wohnräumen und allen dazugehörigen Räumen befindet. Durch einen Wasserschaden oder ein Einbruch können Sie ihren gesamten Besitz verlieren. Eine Hausratversicherung sichert Sie gegen diese Schäden ab.

Vorteile der Hausratversicherung

  • Spezielle Produkte zu günstigen Konditionen
  • individuell angepasster Versicherungsschutz
  • dynamischer Schutz, der sich Ihrem Hausrat anpasst

Die wichtigsten Fragen

 

Was gehört zum Hausrat?
Zum Hausrat gehören alle beweglichen Sachen die sich im Eigentum des Versicherungsnehmers befinden. Dabei denken viele immer nur an die Möbel, aber auch alle Sachen die sich in den Schränken befinden, gehören zum Hausrat. Dies sind u.a. Bekleidung, Bücher, Besteck, Tischwäsche, CD´s , Werkzeug, usw..  Fahrräder und die Sportausrüstung gehören selbstverständlich ebenfalls dazu.
Hauptberuflich genutzte Sachen (z.B. Musterkollektion des Handelsvertreters) gehören NICHT automatisch zum Hausrat, auch wenn sie sich innerhalb der Wohnung/Haus befinden.

Darüberhinaus gehören aber auch alle vom Mieter, einer Wohnung/Haus, auf eigene Kosten eingebrachten Sachen zum Hausrat. Dies trifft z.B. sehr häufig auf den Bodenbelag zu.

 

Gegen welche Schäden ist der Hausrat versichert?
In der Hausratversicherung gibt es vier versicherte Gefahren:

  • Feuer (auch: Überspannung durch Blitz,)
  • Leitungswasser (Rohrbruch, bestimmungswidriges Austreten von Leitungswasser)
  • Sturm/Hagel
  • Einbruchdiebstahl
  • Elementargefahren (gegen Mehrbeitrag versicherbar)

Wenn Ihr Hausrat durch eine der oben genannten Ursachen beschädigt wurde, besteht Versicherungsschutz. Innerhalb dieserUrsachen gibt es dann noch viele Einschlüsse die summenmäßig begrenzt sein können. So ist Bargeld in einfachen Behältnissen (Geldkassette) meist nur in niedrigem 3-stelligen Bereich versichert.

Es gibt aber auch Tarife in denen die versicherten Gefahren nicht explizit genannt sind. Diese Allgefahrentarife (AllRisk) sind seltener, bieten aber den optimalsten Versicherungsschutz. Die Prämie ist allerdings auch höher.

 

Wo ist Ihr Hausrat versichert?
Zum Versicherungsort gehört immer die Wohnung oder das Haus.
Bei den meisten Tarifen gehört auch die direkt daran anschließende Terrasse/Balkon und die in unmittelbare Nähe befindliche Garage zum Versicherungsort.
Eine Ausnahme gibt es beim Einschluss von Fahrraddiebstahl.
Das gesamte Grundstück, also auch der Garten, gehört i.d.R. nur bei wenigen Tarifen zum Versicherungsort.
Hauptberuflich genutzte Räume gehören nicht zum Versicherungsort.
Aber nicht nur innerhalb der eigenen vier Wände ist Ihr Hausrat versichert. Im Rahmen der Außenversicherung ist dieser auch versichert, wenn Sie unterwegs sind. Wird in ein Hotelzimmer eingebrochen und das Laptop entwendet, besteht Versicherungsschutz über den Bereich Außenversicherung der eigenen Hausrat. Die Entschädigungshöhe ist zumeist auf 25% der Versicherungssumme begrenzt.
Hängt Ihre Lederjacke bei Freunden an der Garderobe und wird durch ein geplatztes Wasserrohr beschädigt, besteht Versicherungsschutz über die Außenversicherung.

 

Wie hoch ist die Versicherungssumme?
Da die Hausratversicherung eine Neuwertversicherung ist, sollte die Versicherungssumme dem  NEUWERT des gesamten Hausrates entsprechen. Es gibt zwei Möglichkeiten diese Summe zu ermitteln.

Die Umrechenmethode die von den Versicherern vorgeschlagen wird, die aber fälschlicherweise von vielen Kunden als zwingend angesehen wird. Bei dieser Methode wird die Wohnfläche mit einem festen Betrag (zumeist 650 €) multipliziert. Wird diese Summe versichert, erklärt der Versicherer den sogenannten Unterversicherungsverzicht (siehe Lexikon).

Die richtige Versicherungssumme kann aber auch ermittelt werden, indem Sie den Neuwert Ihres Hausrates mit Hilfe von Prospekten oder Internetrecherche oder Quittungen selber errechnen.
Eine Hilfestellung gibt Ihnen unser Wertermittlungsbogen.
Da diese Methode sehr aufwendig ist, wird sie von vielen Kunden nicht angewendet.
Ermitteln Sie eine Summe die geringer ist, als die durch Umrechnung (Methode 1), erklärt der Versicherer KEINEN Unterversicherungsverzicht. Dies muss aber nicht bedeuten, dass Sie unterversichert sind.

 

Was ist im Schadenfall zu beachten?

Grundsätzlich sollte jeder Schaden unverzüglich (ohne schuldhafte Verzögerung) dem Versicherer gemeldet werden. Dabei ist neben der Ursache auch das Anschaffungsdatum und der Anschaffungspreis des beschädigten Hausrates anzugeben. Quittungen und Rechnungen belegen die Höhe. Liegen diese nicht (mehr) vor, wird der Versicherer eine Schätzung vornehmen.

Erstellen Sie aussagekräftige Fotos vom Schaden. Dokumentieren Sie vor einer Reparatur die Schäden, sodass auch später noch das Schadenausmaß erkennbar ist. Dies ist besonders dann wichtig, wenn eine Reparatur schnell erfolgt (z.B. nach einem Rohrbruch oder einem Einbruch).

Notreparaturen können IMMER sofort ausgeführt werden. Hier brauchen Sie nie auf eine Freigabe des Versicherers zu warten (Punkt 2 beachten). Für alle Folgearbeiten die später ausgeführt werden, sollten vorher aber Kostenangebote zur Prüfung und Freigabe eingereicht werden.

Bei einem Einbruchdiebstahl ist eine Stehlliste zu erstellen, auf der neben die gestohlenen Gegenstände mit Angabe des Anschaffungsdatums und des Anschaffungspreises aufzuführen ist.
Wichtig: Diese Stehlliste ist innerhalb einer Woche anzufertigen UND der Polizei zur Verfügung zu stellen. Wurde etwas vergessen kann dies nachgemeldet werden, aber auch hier ist unbedingt die Polizei zu informieren. Wird diese Liste nicht oder verspätet angefertigt, stellt dies eine Obliegenheitsverletzung des Versicherungsnehmers dar, die zur Leistungsfreiheit des Versicherers führen kann.

Bei einem Fahrraddiebstahl oder einem Vandalismusschaden ist eine Anzeigeerstattung bei der Polizei erforderlich. Diese Bestätigung ist bei der Schadenmeldung mit einzureichen.

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